SEO Audit durchführen – Die ultimative Anleitung

SEO Audit Anleitung: Edition 2018

Das SEO Audit ist eine oftmals unterschätze Dienstleistung im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Wenn Kunden zu meiner Agentur kommen, biete ich ihnen oftmals ein kleines SEO-Audit zu einem sehr günstigen Preis oder teilweise sogar kostenlos an.

Das SEO-Audit hilft nicht nur mir besser dabei, zu verstehen wo die Probleme der Seite liegen, sondern letztlich auch dem Kunden selbst. Ohne eine Analyse des Status Quo ist es kaum möglich, einen vollständigen Maßnahmenplan für eine SEO-Betreuung zu erstellen.

Im Folgenden Artikel will ich dir ein paar Beispiele aus meinem SEO-Alltag in der Agentur sowie bei eigenen Projekten zeigen. Zunächst befassen wir uns damit, welche Arten von SEO-Audits es überhaupt gibt und wo der jeweilige Schwerpunkt liegt.

Welche Variante eines SEO-Audits eignet sich für mich?

SEO-Audits gibt es in den verschiedensten Ausführungsformen. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Ausführlichkeit sowie im Schwerpunkt. In unserer Agentur haben wir teilweise bis zu 4vier verschiedene Varianten aufgebaut.

Prinzipiell lassen sich folgende Schwerpunkte bei einem SEO-Audit definieren:

  • Technisches SEO
  • OnPage SEO
  • Content
  • OffPage SEO

Im ersten Schritt gilt es also herauszufinden, in welchem Bereich die Seite sehr wahrscheinlich nicht gut performt. Sind mehrere Bereiche betroffen, so sollte das Audit entsprechend erweitert und eine Kombination aus den Möglichkeiten gewählt werden.

In diesem Artikel möchte ich mich auf eine Mischung aus den oben genannten Audit-Formen fokussieren und diese Schritt für Schritt näher erläutern.

Dieses Audit kommt vor allem bei eigenen Projekten sowie bei kleineren Kundenprojekten zum Einsatz – vor allem dann wenn es darum geht, einen ersten Einblick in die Performance der Seite zu gewinnen. Auf dieser Grundlage kann dann später auch ein Angebot für die SEO-Betreuung erstellt werden.


Das SEO-Audit: Die ultimative Schritt für Schritt Anleitung

Im Gegensatz zu vielen anderen Audits, dauert dieses hier lediglich ein paar Stunden. Deshalb ist es auch so perfekt geeignet, um einen ersten Einblick in die “Gesundheit” einer Seite zu bekommen. Zudem musst du kein absoluter SEO-Experte sein, um die Analysen durchzuführen.

Wichtig ist jedoch, dass du strukturiert vorgehst und deine Ergebnisse am besten in einem Dokument festhältst. So hast du am Schluss einen schönen Überblick über die Ergebnisse.

Hier findest du eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Schritte aus dem SEO-Audit.

  • Schritt 1: Unterschiedliche Versionen prüfen
  • Schritt 2: Die Website crawlen
  • Schritt 3: Indexierungsstatus prüfen
  • Schritt 4: URL Struktur, Silos und Seitenaufbau
  • Schritt 5: Manuelle Analysen
  • Schritt 6: Qualitativ schlechte Seiten finden
  • Schritt 7: Ladezeit prüfen
  • Schritt 8: Tiefhängende Früchte
  • Schritt 9: Backlinkprofil (muss nicht bei jedem SEO-Audit gemacht werden)
  • Schritt 10: Content prüfen

Zusätzlich zur kleinen Zusammenfassung und der Anleitung in Text-Form, habe ich dir ein kurzes Video aufgenommen, in dem ich alle Schritte kurz und beispielhaft an meiner eigenen Seite durchgehe.

Folgende Tools solltest du während deinem Audit verwenden:

  • Google Search Console
  • Google Analytics
  • Pingdom Page Speed
  • Sistrix (alternativ: Ahrefs)
  • Website Auditor (alternativ: Screaming Frog)
  • KW Finder (alternativ: Majestic)

Nicht alle Tools, welche ich in dieser Schritt-für-Schritt Anleitung verwende sind absolut notwendig. Selbstverständlich gibt es auch Alternativen zu jedem Tool. Ganz ohne die kleinen Helferlein ist ein professionelles SEO-Audit jedoch kaum möglich.


Schritt #1: Unterschiedliche Versionen der Website + SSL

Zunächst solltest du prüfen, ob eine Seite unter verschiedenen Adressen erreichbar ist oder ob es Brüche bei der Weiterleitung gibt. Dieses Problem tritt häufiger auf als gedacht.

Mögliche Varianten einer Website sind zum Beispiel:

  • http://deineseite.de
  • http://www.deineseite.de
  • https://deineseite.de
  • https://www.deineseite.de

In diesem Zuge solltest du auch überprüfen, ob die Seite mit einem SSL-Zertifikat verschlüsselt ist. Google hat diesem Faktor in letzter Zeit eine verstärkte Wichtigkeit zugesprochen. Nach den neuesten Datenschutzgesetzen wie zum Beispiel der EU-DSGVO, ist ein SSL-Zertifikat sogar Pflicht.

Der Google Chrome Browser zeigt sogar an, wenn ein SSL-Zertifikat fehlt. (Die Seite wurde rein zufällig ausgewählt)

Nach der Umstellung der URL-Struktur von http auf https kommt es nicht selten zu doppelten Indexierungen. Teilweise können so zwei identische URLs einmal mit https und einmal mit http ranken und sich dadurch gegenseitig behindern – also im Ranking gegenseitig behindern. Deshalb sollte man hier sehr genau prüfen, welche Art von URLs indexiert ist.


Schritt #2: Die Website crawlen

Im zweiten Schritt beginnen wir damit, die Website zu crawlen. Dieser Schritt ist absolut notwendig, vor allem um einen Überblick über die technischen Aspekte der Seite zu bekommen.

Folgende Crawler haben sich in der Vergangenheit bei uns etabliert:

  • Ahrefs
  • DeepCrawl
  • Screaming Frog
  • Website Auditor

Die Daten aus dem Crawler werden wir später für weitere Analysen benötigen. Du kannst sie idealerweise exportieren und dann in einem Google Sheet wieder importieren. Dadurch bekommst du eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Parameter.

Der Website Auditor, welchen wir in diesem Beispiel verwenden, bietet zudem eine schöne Report-Funktion. Den Report kann ich mir entweder direkt im Programm anschauen oder ich kann ihn als PDF exportieren. Nun gibt es in den einzelnen Tools natürlich enorm viele Funktionen – wir brauchen jedoch nicht jede davon.

Je nach Umfang des Audits würde ich zwischen den folgenden Metriken auswählen und mir nur die wichtigsten exportieren:

  • HTTP Statuscodes (404, 301, 302, etc.)
  • Meta Titel und Meta Beschreibung
  • Überschriften und Title Tag
  • Content-Länge
  • Links to Page (Interne Verlinkung)
  • Links from Page (Interne u. Externe Verlinkung)

Natürlich kannst du auch eine große Datenmenge exportieren und dann in Google Docs die einzelnen Spalten ausblenden – kann auch Sinn machen je nach Vorgehensweise.


Schritt #3: Die Indexierung überprüfen

Im dritten Schritt schauen wir uns an, ob die Seite richtig bei Google indexiert wurde. Das können wir relativ einfach mit dem sogenannten site: Befehl machen.

Du solltest dir übrigens unbedingt einen Überblick über die wichtigsten Suchoperatoren bei Google machen, das ist enorm hilfreich.

Dazu gibst du einfach als Beispiel site:jannik-lindner.de bei google.de ein und schaust dir an, wie viele Seiten Google im Index hat.

Alternativ kannst du auch einen Blick in die Search Console werfen. Dort findest du unter Google-Index -> Indexierungsstatus ein aktuelles Bild der indexierten Seiten.

Im nächsten Schritt geht es darum, die Daten aus dem Crawl mit den Daten von Google abzugleichen. Findet der Crawler mehr Seiten, als indexiert wurden, solltest du der Ursache auf den Grund gehen. Jede Abweichung kann die verschiedensten Hintergründe haben, nicht alle sind jedoch als Fehler einzustufen.


Schritt #4: URL Struktur und thematische Silos prüfen

In diesem Schritt schaue ich mir die URL Struktur und den generellen Aufbau einer Seite an. Dieser entscheidet, gerade bei größeren Projekten, oftmals über den langfristigen Erfolg oder Misserfolg einer Seite.

Aufgepasst!

Bei größeren Projekten sollte sich bei diesem Arbeitsschritt etwas mehr Zeit genommen werden, um die Seitenstruktur auch wirklich zu verstehen. Unter Umständen macht sogar das Anfertigen einer Mindmap Sinn.

Je komplizierter die Seite aufgebaut ist, desto schwieriger kann externer Linkjuice (über Backlinks) auf der Seite selbst fließen, wodurch einzelne Seiten eventuell weniger “Power” bekommen, als andere.

Gleichzeitige sollte eine gewisse Logik erkennbar sein. Für diesen Arbeitsschritt braucht es etwas Übung und Grundverständnis über den Aufbau von Webprojekten.

Dazu gehört auch die Analyse von Subdomains oder, falls vorhanden, die Mehrsprachigkeit einer Website.

Eine solche URL ist natürlich absolut suboptimal in der heutigen Zeit.

Typische Fehler:

  • Blog nicht in Unterverzeichnis, sondern auf Subdomain
  • Zu lange URLs
  • Nichtssagende URLs
  • Generische URLs
  • Keine Keywords in der URL

Eine Subdomain macht aus SEO-Perspektive in den wenigsten Fällen Sinn. Google behandelt Subdomains prinzipiell als eigene Domain (aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Subdomains großer Marken durchaus von der Hauptdomain profitieren), weswegen man also für jede Domain einen eigenen Linkaufbau und eine eigene SEO-Optimierung durchführen muss.

SEO Geheimtipp

Solltest du derzeit deinen Blog auf einer Subdomain haben, also beispielsweise auf blog.domain.de, dann versuche doch mal die Inhalte auf das Schema domain.de/blog zu übertragen. Das ist per 301 Redirect und der .htaccess Datei ohne große Probleme möglich. So manche Website ist durch diese Umstellung schon durch die Decke gegeangen.


Schritt #5: Manuelle Analysen und Auswertungen

Im fünften Schritt kümmern wir uns um ein paar manuelle Auswertungen. Wir fokussieren uns dabei auf die 20 %, die 80 % der Ergebnisse ausmachen.

Dazu sollten wir zunächst herausfinden, welche Seiten den meisten organischen Traffic bekommen. Das funktioniert ganz gut über Google Analytics.

Diese Auswertung in Google Analytics ist extrem hilfreich. Den Zeitraum solltest du auf mindestens 90 Tage einstellen.

Auf folgende Dinge achte ich während dieses Schritts im SEO-Audit:

  • Überschriftenstruktur der einzelnen Seiten
  • Meta-Tags
  • Lesbarkeit & Content Design der Seite

Wenn ich mir Websites das erste Mal anschaue, achte ich auch immer besonders stark auf das große Gesamtbild. Wenn es beispielsweise ein Magazin ist oder die Website einen Blog hat, schaue ich mir an, inwiefern strukturiert an das Content Marketing herangegangen wurde.

Mit strukturiert meine ich, dass jeder Blogartikel letztlich auch ein “Fokus-Keyword” haben sollte, um Besucher auf die Website zu lenken.

Wenn mir dann auffällt, dass viele Blogartikel zu kurz sind oder auf Keywords mit kaum oder gar keinem Suchvolumen abzielen, dann weiß ich, dass hier etwas grundlegendes nicht beachtet wurde.


Schritt #6: Seiten mit wenig Inhalt ausfindig machen / Duplicate Content

Seiten mit sehr wenig Inhalt sollten absolut vermieden werden. Deswegen müssen wir uns in unserem SEO-Audit anschauen, ob es solche Seiten gibt.

Dem Content an sich widmen wir uns im letzten Schritt des Audits nochmal intensiver, weswegen wir hier wirklich nur eine ganz kurze Analyse machen.

Ziel dieses Schrittes ist es, Seiten zu finden, welche eigentlich keine Berechtigung haben, indexiert zu sein oder gar zu existieren. Oftmals entstehen solche Seiten auch durch das CMS selbst, wie zum Beispiel Archivseiten oder Pagination.

In anderen Fällen handelt es sich aber einfach um Seiten, die einfach keine wertvollen Informationen bieten. Unterseiten wie die Kontaktseite sind natürlich eine Ausnahme, diese haben nicht das Ziel, organisch Besucher zu akquirieren.

Wie finde ich Seiten mit wenig Content?

Ich nutze in unseren SEO-Audits dafür eigentlich fast immer das Tool Screaming Frog und filtere dann alle URLs heraus, welche weniger als 500 Wörter beinhalten. Diese schaue ich mir dann genauer an und identifiziere jene Seiten, die tatsächlich keinen anderen Mehrwert bieten – wie es beispielsweise eine Kontaktseite tut.

Diese Seiten liste ich dann auf und bespreche sie ggf. später auch mit dem Unternehmen bzw. dem Geschäftsführer – dabei stellt sich dann ganz genau heraus, welche Seiten einen Zweck erfüllen und welche nicht.

Anzeichen für Duplicate Content

Eine Möglichkeit, relativ schnell herauszufinden, ob es sehr wahrscheinlich Probleme mit Duplicate Content gibt, ist mit Hilfe des Google Search Operators site: .. .

Gib dazu einfach site:yoursite.com bei Google ein und achte darauf, wie viele Resultate Google ausspuckt.

Wenn du beispielsweise auf der Seite nur 50 Unterseiten und Beiträge hast, dir beim site-Befehl allerdings wesentlich mehr angezeigt werden, werden wahrscheinlich ungewollte Inhalte indexiert. Dann solltest du genauer in die Analyse einsteigen.


Schritt #7: Ladezeiten der Website prüfen

Die Ladezeit einer Website ist enorm wichtig und wird in Zukunft immer wichtiger werden. Seiten mit einer Ladezeit von 10 Sekunden sind absolut tabu.

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Startseite auf ihre Ladezeit überprüfen
  • Eine bestimmte Unterseite oder alle Unterseiten auf Ladezeit prüfen

Um ein erstes Bild zu bekommen, reicht es, die Startseite zu analysieren. Oftmals sind es jedoch einzelne Unterseite mit extrem großer Dateimenge (Page size), die eine lange Ladezeit verursachen.

Die Ladezeit analysiere ich entweder mit den Google Chrome Entwicklertools oder mit dem Tool von Pingdom. Beide Werte sind sehr aussagekräftig über den aktuellen Pagespeed.

Richtwert liegt hier für die meisten Projekte zwischen 1 und 5 Sekunden, im Idealfall liegt die Ladezeit irgendwo bei 1-2 Sekunden. Das PageSpeed Tool von Google eignet sich meiner Meinung nach nur bedingt, um qualifizierte Aussagen über die Ladegeschwindigkeit einer Seite zu treffen. Trotzdem kann es natürlich in die Analyse mit einbezogen werden.

Außerdem sollte man während des SEO-Audits kurz nachprüfen, ob der verwendete Server nach dem neuesten HTTP/2 Standard operiert. Das funktioniert ganz einfach mit diesem Tool: https://tools.keycdn.com/http2-test.


Schritt #8: Tiefhängende Früchte finden (Rankings in den Top 10)

Im 8 Schritt identifizieren wir die sogenannten Low hanging fruits oder auf deutsch “Tiefhängende Früchte”. Dabei handelt es sich um Seiten, die entweder schon eine Menge Impressionen in der Search Console bekommen oder die für ein bestimmtes Keyword mit einem gewissen Suchvolumen zwischen Position 1 und 10 positioniert sind.

Sind diese Seiten gefunden, analysiere ich, mit welchen einfachen Methoden diese Seiten in ihrer Performance noch verbessert werden könnten.

Folgende Möglichkeiten ergeben sich meist in so einer Situation:

  • Interne Verlinkung stärken
  • Neue Backlinks zur Unterseite aufbauen
  • Content Updaten
  • Auf das Keyword optimiert? Permalink?

Bei dieser Vorgehensweise kann ich natürlich mit einem Tool wie Sistrix oder Ahrefs starten, welches mir die Top 10 Rankings der Domain anzeigt. Alternativ kann ich auch in der Search Console schauen, welche Seiten die meisten Impressionen oder Klicks bekommen.

Das Tool Sistrix zeigt mir direkt auf der Startseite die interessantesten Rankings für meine Domain. Dadurch kann ich nicht nur wichtige Rankings identifzieren, sondern auch einen ungefähren Trend der Domain ausmachen.

Sind die tiefhängenden Früchte identifiziert, suche mir ein paar Exemplare raus und analysiere diese Seiten genauer.

Ich überlege mir, welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um diese Seiten weiter im Ranking zu verbessern. Oftmals trifft dabei mindestens eine der oben aufgeführten Möglichkeiten zu.

Dieser Schritt gehört teilweise bereits zum Maßnahmenplan, welchen ich auf Wunsch nach dem SEO-Audit für das Unternehmen ausarbeite und bei dem ich dann ggf. sogar operativ mitarbeite. Oftmals muss nämlich auch für die tiefhängenden Früchte viel Gedankenarbeit und Recherche investiert werden, was den Rahmen eines SEO-Audits schnell sprengt.


Schritt #9: Backlinkprofil kurz prüfen

Im neunten Schritt werfe ich einen kurzen Blick auf das Linkprofil. Ziel dieser kurzen Analyse ist es, folgende Punkte so genau wie möglich zu bestimmen:

  • Wie sieht das Ankerprofil der externen Backlinks aus?
  • Wie hoch ist die Domain Authority?
  • Wie hoch ist der Trust Flow, wie hoch der Citation Flow der Domain?
  • Wie viele verweisende Domains gibt es? (Domain Popularity)
  • Existieren zweifelhafte Backlinks?

Die Analyse soll so kurz und knapp wie möglich ablaufen und ein erstes Bild über den Status Quo im Bereich Linkaufbau geben. Wurde in der Vergangenheit aktiver Linkaufbau betrieben? Gibt es vielleicht negative SEO-Kampagnen? Wurde der Linkaufbau vernachlässigt? Ist der fehlende Linkaufbau daran Schuld, dass das Projekt nicht rankt? Welche Maßnahmen sollten hier in den nächsten Monaten noch getroffen werden?

Das sind alles Fragen die in dieser kurzen Analyse beantwortet werden sollten. Ich nutze für diese Analyse meist den Linkminer des KW Finders oder natürlich Ahrefs. Um das Linkprofil ins richtige Verhältnis zu setzen, sollte zudem noch ein kleiner Blick auf das Linkprofil eines Mitbewerbers geworfen werden.

Der Linkminer zeigt den Trust Flow sowie den Citation Flow einer Domain an – wichtig ist außerdem die Zahl der Referring Domains.


Schritt #10: Qualität der Inhalte prüfen

Im letzten Schritt unseres Mini SEO-Audits schauen wir uns den Content der Seite genauer an. Bei größeren Projekten kann dieser Schritt letztlich bis ins Unendliche ausgedehnt werden. Der Arbeitsaufwand ist enorm hoch.

Bei Projekten, die sehr stark textlastig sind, macht es sogar Sinn, sich intensiv mit dem sprachlichen Aufbau der Texte zu beschäftigen. Wenn ich ein eher emotionalen Thema, wie beispielsweise Hundefutter, mit einem Text ohne Emotionen behandle, dann kann es dazu führen, dass Leser schnell wieder abspringen, weil sie sich nicht angesprochen fühlen.

In unserem SEO-Audit können wir uns jedoch maximal 10-20 Minuten dafür Zeit nehmen, weshalb wir uns hier wieder nach dem Pareto-Prinzip orientieren.

Zunächst verschaffe ich mir deshalb einen Überblick über die Menge der Inhalte. Wenn ich viele Seiten mit weniger als 500 Wörtern entdecke, ist das ein erstes schlechtes Zeichen. Oftmals haben größere Firmen oder Online Shops jede Menge solcher Blogartikel veröffentlicht, die nicht nur viel zu kurz und oberflächlich sind, sondern auch keinen Keyword-Fokus besitzen und dementsprechend auch in den seltensten Fällen bei Google ranken.

Im zweiten Schritt achte ich auf die Formatierung der Inhalte. Wurde der Text mit Liebe eingebaut oder einfach nur hingeklatscht? Das sogenannte Content Design ist in Zeiten von Mobile First ein immer wichtiger werdender Rankingfaktor, den zu viel Webmaster komplett außer Acht lassen.

Ziel dieses kleinen Content-Checks ist es, folgende Entscheidungen besser abschätzen zu können:

  • Low performer Content finden und identifizieren
  • Kann Content konsolidiert werden? Zielen ähnliche Texte auf die gleichen Keywords ab?
  • Kann unnötiger Content gelöscht werden, um dem Leser weniger “Ballast” mitzugeben?
  • Muss oder sollte bestehender Content ausgebaut werden, um mehr organische Besucher zu bekommen?

Nach diesem Schritt kann ich ungefähr abschätzen, ob und in welcher Form Investitionen in Content gesteckt werden muss. Es ist nun mal leider so, dass ohne gute Inhalte auch absolut kein SEO möglich ist.

Ist das Projekt komplexer, also über 50 Unterseiten, so wird es sehr schwer sein, die Qualität des Contents innerhalb von 20 Minuten zu beurteilen. Deswegen achte ich bei solchen Fällen vor allem auf die Aufmachung und Gestaltung der Texte.

Wenn ich sehe, dass sich jemand schon beim Einpflegen der Inhalte nicht wirklich Mühe gegeben hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Inhalte mit der gleichen Sorgfalt recherchiert und verfasst wurden.

Letztlich geben aber auch die aktuellen Rankings Aufschluss über die Qualität der Inhalte.


SEO Audit durchführen – Das Fazit

Diese Art von SEO Audit kann dafür sorgen, dass du den Traffic auf deiner Website innerhalb von wenigen Monaten enorm steigern kannst. Letztlich gibt es kein Rezept für ein SEO Audit – wirtschaftlich solltest du allerdings immer Schwerpunkte setzen und dir erstmal ganz gezielt einzelne Faktoren anschauen.

Je mehr SEO Audits du durchführst, desto leichter wird es dir auch fallen, mögliche Schwachstellen aufzudecken.

Hast du Fragen oder Anmerkungen zum Thema SEO Audit? Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder schreib mir einfach.

Wenn du möchtest, dass ich ein SEO Audit für dich durchführe oder dich in einer Beratung dabei begleite, dann melde dich gerne über meine Kontaktseite. Schau dir unbedingt auch meinen Artikel zum Thema Google Ranking verbessern an, dort gebe ich dir konkrete Tipps für die Umsetzung.

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