Marketingkonzept – Erfolgreiche Vermarktung von Unternehmen

Marketing – Die Kunst des Vermarktens. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, ist es enorm wichtig, als Unternehmen oder als Unternehmer seine Dienstleistungen oder Produkte geschickt zu vermarkten.

Wer sich für Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content Marketing oder allgemein für Online Marketing interessiert, der sollte sich zunächst Gedanken über sein ganzheitliches Marketing-Konzept machen.

Bevor wir als Dienstleister einem Unternehmen bei seinen Marketingvorhaben helfen können, muss in der Regel eine gewisse Vorarbeit geleistet werden. In diesem Artikel möchten wir dir nicht nur theoretisches Marketing-Bla-Bla bieten, sonder vor allem auch konkrete Tipps mit auf den Weg geben, wie auch du ein passendes Marketingkonzept erstellen kannst.

Was ist eigentlich ein Marketingkonzept?

Bei einem Konzept, werden immer verschiedene Phasen berücksichtigt. Es geht nicht nur darum, bestimmte Ziele festzulegen, sondern ein Marketingkonzept beinhaltet auch eine Strategie sowie die verschiedenen Marketing-Maßnahmen (operativ), um diese Ziele zu erreichen.

Weiterhin ist es enorm wichtig, dass Feedbackschleifen im Marketingkonzept enthalten sind. Es bringt nichts, wenn ein Unternehmen verschiedene Marketing-Kanäle nutzt, deren Effektivität aber nicht beurteilt und miteinander vergleicht.

Im Online Marketing erhält man beispielsweise eindeutig messbare und miteinander vergleichbare Analysewerte, zum Beispiel Kennziffern wie:

  • Organische Besucherzahl (Traffic)
  • Sitzungsdauer auf der Seite
  • Conversion
  • Absprungraten
  • Öffnungsraten (E-Mail Marketing)
  • usw.

Mehr zum Thema Marketingkonzept im Online Marketing kannst du im weiteren Verlauf des Artikels lesen.


Was ist das Ziel eines Marketingkonzeptes?

Ziel des Marketingkonzeptes ist es, die Effektivität der Marketingmaßnahmen zu steigern und gleichzeitig auch den Umsatz des Unternehmens zu maximieren.

Bei einem “Konzept” handelt es sich um einen konkreten Plan für ein längerfristiges bzw. größeres Vorhaben. Wenn ich beispielsweise meine Dienstleistungen als SEO-Freelancer anbiete, muss ich mir Gedanken über meine eigene Vermarktung machen. Vermarkte ich mich nicht, so werden auch keine potenziellen Kunden von mir und meinen Dienstleistungen erfahren.

Genau so ist es aber auch, wenn ein etabliertes Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringen möchte. Das Unternehmen mag zwar bereits eine Marke sein oder über einen großen Zielgrupenbesitz verfügen, trotzdem müssen die potenziellen Käufer durch geschickte Vermarktung aufmerksam gemacht werden.


Was muss vor der Erstellung eines Marketingkonzeptes berücksichtigt werden?

Wenn Kunden meine Agentur mit Online Marketing Aufträgen beauftragen, dann müssen wir oft feststellen, dass das Unternehmen oder der Unternehmen sich noch gar nicht wirklich Gedanken über die Vermarktung gemacht werden.

Oftmals wird aber auch am komplett falschen Punkt angesetzt – der Unternehmen oder das Unternehmen beschäftigt sich bereits mit einer konkreten Marketingmaßnahme, zum Beispiel mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung, weiß aber gar nicht, ob diese Methode letztlich auch die richtige für sein Produkt oder seine Dienstleistung ist.

In diesem Teil will ich deshalb klarstellen, welche Aspekte unbedingt vor der Erstellung eines Marketingkonzeptes bzw. vor der Auswahl von bestimmten Marketingmethoden berücksichtigt werden sollten.

Die Zielgruppe und das Kundenavatar

Jedes Unternehmen löst ein bestimmtes Problem und jedes Produkt oder jede Dienstleistung sollte auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet sein.

Im Marketingbereich wird das oft auch als “Kundenavatar”, auch “buyers persona” bezeichnet. Je genauer dieses Kundenavatar ausgearbeitet ist, desto leichter können im Marketingkonzept passende Maßnahmen gewählt und ausgeführt werden.

Wie genau ein Unternehmen seinen “Wunschkunden” findet und ein Kundenavatar anlegt, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Dennoch kurz eine sehr passende Definition zur Zielgruppe:

Nach der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS) ist eine Zielgruppe eine Gruppe von Menschen oder Unternehmen/Organisationen mit gleichen Problemen, Bedürfnissen oder Wünschen.

Folgende Fragen können dabei helfen, ein Kundenavatar festzulegen:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
    • Wohnort?
    • Alter?
    • Geschlecht?
    • Familienstand?
    • Bildung?
    • etc.
  • Wo hält sich die Zielgruppe auf?
  • Welchen Preis kann die Zielgruppe zahlen?
  • Was sind die Kaufmotive der Kunden?

Die Phasen eines Marketingkonzeptes

Ist die Vorarbeit geleistet, so kann damit begonnen werden, an einem Marketingkonzept zu arbeiten. Wie bereits erwähnt, besteht ein solches Konzept aus unterschiedlichen Phasen, welche wir hier ganz konkret beschreiben möchten.

Phase 1 – Analyse des Status Quo

Bevor man über Ziele und neue Marketing-Methoden reden kann, sollte zunächst der Status Quo sehr penibel untersucht werden. Wichtig dabei ist, eine Situation ganzheitlich zu bewerten. Eine dafür sehr geeignete Methode ist die sogenannte SWOT-Analyse. SWOT steht dabei für

  • Strength (Stärken)
  • Weaknesses (Schwächen)
  • Opportunities (Chancen)
  • Threats (Gefahren)

Wird beispielsweise der Status Quo der strategischen Online Marketing Methoden untersucht, so können folgende Aspekte beurteilt werden

  • Wie gut ist unsere Website aufgestellt?
  • Welchen Content haben wir in der Vergangenheit produziert?
  • Wie werden potenzielle Neukunden auf uns im Internet aufmerksam?
  • Haben wir einen Zielgruppenbesitz, z.B. einen E-Mail Verteiler?

In den einzelnen Teilgebieten des Online Marketings können darüberhinaus auch Audits durchgeführt werden, beispielsweise im Bereich Suchmaschinenoptimierung:

  • Technisches SEO-Audit
  • OnPage SEO-Audit
  • OffPage SEO-Audit
  • Content-Audit

Die Analyse des Ist-Zustandes ist nicht immer einfach, da sie sich über einen längeren Zeitraum vollstrecken kann. Je gründlicher und intensiver in dieser Phase gearbeitet wird, desto einfacher können jedoch später die richtigen Marketingmaßnahmen getroffen werden.

Mit Hilfe der SWOT-Analyse können bereits ungenutzte Potenziale identifiziert werden, welche dann in den späteren Phasen in der Strategieplanung mit eingeplant werden können.

Phase 2 – Festlegen von Marketing-Zielen

Ist die Analyse des Status Quos abgeschlossen, so kann über die Zielsetzung nachgedacht werden. Wie ich auch im Artikel über Online Werbung gezeigt habe, muss hinter jeder Marketingmaßnahme ein bestimmtes Ziel stecken.

Wer in Werbung investiert, muss einen Return on Investment erwarten, sprich für jeden eingesetzten Euro muss später mindestens 1 Euro und 1 Cent zurück in das Unternehmen gespielt werden, sonst ist die Werbekampagne nicht profitabel.

Die Marketingziele sind logischerweise immer stark mit den Unternehmenszielen verknüpft. Folglich geht es in den meisten Fällen darum:

  • Neue Kunden zu gewinnen
  • Markenbekanntheit aufzubauen
  • Den Marktanteil erhöhen
  • Den Umsatz zu steigern

Basierend auf diesen Unternehmenszielen, werden Ziele für das Marketing festgelegt. Dabei sind Unternehmensziele oftmals 1:1 identisch zu den Zielen des Marketings – was ein Grund für die Bedeutung von Marketing ist.

Phase 3 – Entwicklung der Marketingstrategie

Wenn alle Marketingziele festgelegt wurden, geht es um die strategische Planung der Umsetzung. Das schönste Ziel nützt nichts, wenn nichts für dessen Verwirklichung getan wird. In Phase 3 geht es darum, die notwendigen Schritte für die Umsetzung der in Phase 2 gesammelten Marketingziele vorzubereiten und zu planen.

Die Marketingstrategie enthält auch die verschiedenen Marketingarten, wie beispielsweise Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content Marketing oder allgemein Performance Marketing.

Darüberhinaus werden innerhalb der Marketingstrategie auch die Konkurrenz, die Marktsituation sowie die Leistungen berücksichtigt, welche den Kunden angeboten werden sollen.

Im Zuge der Entwicklung werden auch bestimmte Kanäle ausgewählt, welche nach ganz unterschiedlichen Methoden funktionieren und andere Zielgruppen bedienen. Das Unternehmen muss sich in der Regel entweder für Inbound Marketing oder für Outbound Marketing entscheiden.

Exkurs: Inbound und Outbound Marketing

Klassische Outbound Marketing ist eine Art des Marketings, bei der man seine Produkte oder Dienstleistungen aktiv in den Markt wirft und vermarktet. Klassisches Beispiel für Outbound Marketing ist die Werbeanzeige in der U-Bahn oder auf Facebook. Die Kunst beim Outbound Marketing ist es, Aufmerksamkeit zu erregen.

Inbound Marketing hingegen ist darauf abgerichtet, das Interesse von potenziellen Kunden auf das eigene Unternehmen zu wecken – der Verkauf bzw. die Promotion der eigenen Produkte oder Dienstleistungen steht dabei jedoch eher im Hintergrund bzw. läuft indirekt ab.

Vorteil beim Inbound Marketing ist, dass meist die Kunden eine Anfrage an dein Unternehmen stellen. Sie suchen nach bestimmten Problemen, stoßen dabei auf Content, welchen dein Unternehmen verfasst hat und realisieren, dass du eine Lösung für sie anbietest. Inbound Marketing hat meist einen “erziehenden” Charakter und schafft Mehrwert.


Das Marketingkonzept im Online Marketing

Online Marketing, häufig auch als Digitales Marketing bezeichnet, ist die modernste Form im Marketing. In erster Linie unterscheidet sich dabei nicht viel vom traditionellen Marketing – Werbung ist schließlich Werbung.

Nichtsdestotrotz hat das Marketing im Internet einige Vorteile, welche auch gleichzeitig die Gründe für den Erfolg von Online Marketing sind.

Im Gegensatz zu einer Anzeige in einer Tageszeitung, sind beispielsweise Anzeigen auf der Plattform konkret messbar. Ich als Werbetreibender weiß ganz genau, wie viele Leute meine Anzeige gesehen, wie viele mit ihr in Interaktion getreten sind und wie viele schließlich dann mein Produkt gekauft oder meine Dienstleistung in Anspruch genommen haben.

Wie bei allen anderen Marketingmethoden, gilt es auch im Online Marketing zunächst bestimmte Kanäle auszuwählen. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen macht es in der Regel Sinn, sich auf wenige Kanäle zu fokussieren.

Nur weil etwas gerade in oder “hipp” ist, muss man als Unternehmen nicht unbedingt einen Instagram-Kanal und einen Pinterest-Account haben. Es ist wesentlich sinnvoller, seine komplette Marketing-Abteilung mit einem externen SEO-Berater auf das Thema Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing auszurichten.

Alleine für diese Methode wird in der Regel ein großer Teil des Marketingbudgets verwendet werden, so dass schlichtweg kein Platz für weitere Maßnahmen ist. Ein Unternehmen kann in der heutigen Welt gar nicht mehr in der Lage sein, Experte für alle Social Media Kanäle, Google Ads, Facebook Ads und Suchmaschinenoptimierung zu sein – die Algorithmen und Trends ändern sich viel zu schnell.

Marketingdenkmuster überdenken

Gerade in eher konservativen Unternehmen herrscht oft ein falsches Bild vom modernen Marketing. Heute ist es wichtiger denn je, eine agile Marketingstrategie zu besitzen. Ich möchte das ganze an ein paar Beispielen aus dem Online Marketing deutlich machen.

Wer heute ein Produkt oder eine Dienstleistung über das Internet verkaufen möchte, der braucht keine schöne Website und keine teuer produzierten Werbevideos. Es ist definitiv nicht das Design, welches verkauft.

Viel wichtiger ist Improvisation. Anstatt sich monatelang Gedanken über einen Blogartikel oder ein Facebook-Werbevideo zu machen, sollte man lean, also schlank, starten. Es reicht vollkommen aus, zwei kostengünstige Videos zu produzieren und diese gegeneinander zu testen. Das wird im Online Marketing als Split-Test bezeichnet.

Eine gut konvertierende Landingpage besteht nicht aus einem perfekt ausgearbeiteten Design, sondern schafft Vertrauen durch Storytelling oder andere verkaufsfördernde Inhalte wie z.B. künstliche Verknappung.

Nur wer es schafft, die alten Marketingmuster zu überdenken, kann sich heute im agilen Wettbewerb behaupten.

Bildquelle: Photo by Cathryn Lavery on Unsplash

Kategorie: Online Business
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