001: Warum bin ich selbstständig? [Recap]

Jannik Lindner ·

In meinem aktuellen Abschnitt auf meiner Reise als Unternehmer hinterfrage ich Dinge und Gewohnheiten, die mich über die letzten 5 Jahre geprägt haben. Da wir uns aktuell mit unserem ersten eigenen Softwareprodukt ZipDo komplett neu ausrichten möchten, müssen einige Ansätze geändert werden.

Das Geschäftsmodell zu wechseln, ist kein leichtes Unterfangen.

Früher oder spätere hinterfragt man sein Tun und Handeln und stellt sich einige Fragen. Zuletzt bin ich über einen Beitrag vom Lexoffice Gründer Christian Steiger auf LinkedIn gestolpert.
Dieser hatte in einer Umfrage gezeigt, dass die Selbstständigen in seinem Netzwerk, überwiegend glücklicher sind, seitdem sie sich selbstständig gemacht haben.
Selbstverständlich sind solche Umfragen kaum statistisch haltbar, aber ich finde sie geben trotzdem ein paar spannende Einblicke.

Ich war in meinem Leben nie wirklich angestellt, deshalb kann ich keine Vergleiche anstellen. Insgesamt fühle ich mich aber mit der Art, wie ich arbeite, sehr wohl.

Als ich mich 2016 im Alter von 24 selbstständig gemacht habe, hatte ich nur ein Ziel: Ortsunabhängig leben und arbeiten. Ich wollte unabhängig von irgendwelchen Büros und festen Arbeitszeiten sein und mein Geld im Internet verdienen. Auch wenn sich meine Lebensumstände mittlerweile stark geändert haben und ich mit Familie nicht mehr ganz so unabhängig bin, ist diese Motivation immer noch sehr stark.

Wenn ich zu lange an einem Ort bin, fällt mir die Decke auf den Kopf. Wenn ich hingegen mit der Familie in Urlaub fahre oder einfach nur den Arbeitsplatz wechsle, sprudeln die Ideen.
Deshalb kann ich mir aktuell auch nicht vorstellen, innerhalb der nächsten Jahre als Angestellter zu arbeiten – auch wenn ich da nicht mehr ganz so radikal eingestellt bin, wie am Anfang meiner Selbstständigkeit.

Aber wie waren die ersten 6 Jahre meiner Selbstständigkeit eigentlich?

Ich würde sagen, dass die ersten 2 Jahre, also von 2016 bis 2018, eher eine Lernphase waren. Ich hatte wirklich gar keine Ahnung von Business und habe viel experimentiert. In diesem Zeitraum habe ich mir die Grundlagen von Marketing, Buchhaltung, Selbstdisziplin, Selbstorganisation und Verkaufen beigebracht.

Erste eigene SEO-Projekte, erste Kunden, erste Umsätze.

So richtig los ging es dann 2018 mit der ersten Kapitalgesellschaft und den ersten Mitarbeitern. Die Jahre 2018 und 2019 waren geprägt von hohen Umsätzen, aber auch viel unnötigen Ausgaben.

2020 bis 2022 waren die erfolgreichsten Jahre mit vielen Höhepunkten. Die Festanstellung als Gesellschafter-Geschäftsführer, ein nettes Gehalt, Firmenwagen. Ich würde sagen: angekommen im Unternehmertum.

Ich denke, man muss das Projekt Selbstständigkeit von vorneherein auf mindestens 5-Jahre oder sogar noch mehr betrachten. Ähnlich wie beim Kauf von Aktien.
2023 markiert einen neuen Abschnitt, da wir viele Dinge, die uns in der Vergangenheit erfolgreich gemacht haben, nicht mehr machen werden.

Wenn du mich auf diesem neuen Abschnitt begleiten möchtest, dann freue ich mich, wenn du weiterhin treuer Leser dieses Newsletters bleibst.

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Dein Jannik