Arbeiten im Home Office als Selbstständiger – Ein Erfahrungsbericht

Arbeitsplatz mit Bildschirm, Tastatur und Schreibtisch

Nun ist es bereits einige Monate her, seitdem ich das letzte Mal eine Universität oder ein konventionelles Büro von innen gesehen habe. Seitdem arbeite ich von Zuhause, gemeinsam mit meinem Team, an eigenen Online-Projekten oder betreue auch Kundenprojekte im SEO-Bereich. Man könnte sagen, ich bin zu einem ortsunabhängigen Home-Office-Unternehmer geworden.

In diesem Artikel möchte ich eine kurze Zusammenfassung meiner wichtigsten Erkenntnisse geben, die ich während der Zeit sammeln konnte.

Ich hatte dazu aufgerufen, dass wir unsere Definition von Arbeit nicht von einem bestimmten Ort abhängig machen sollen.

Persönlichkeit und deren Einfluss auf die Arbeit im Home Office

Bevor ich jedoch damit starte, will ich kurz auf meine eigene Person eingehen. Ich war schon immer jemand, der sich gerne Zuhause aufgehalten hat und an einigen Tagen habe ich einfach keine Lust, das Haus zu verlassen. Ich bin eine eher introvertierte Person und komme daher gute alleine zurecht.

Introvertiert? Was ist das denn überhaupt? Wer sich mit Psychologie oder der Persönlichkeitsentwicklung befasst, wird früher oder später auf den Begriff Introvertiert und Extrovertiert stoßen.

Ich will gar nicht weiter auf Definitionen eingehen, sondern dich nur dazu einladen, dich weiter mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Ein geeignetes Buch dazu ist beispielsweise Still: Die Kraft der Introvertierten von Susain Chain.

Dadurch beschreibe ich mich auch eher als jemand, dem es leichter fällt, von Zuhause zu arbeiten. Extrovertierte die ihre Energie vom Kontakt mit anderen Menschen gewinnen, wird es hingegen wohl schwerer fallen.

An dieser Stelle eine kurze Anmerkung: Natürlich gibt es auch WGs oder Coworking Spaces, in denen sich viele Solopreneure, Digitale Nomaden oder Freelancer treffen, um dort gemeinsam in geselliger Runde an ihren Projekten zu arbeiten.

Ich beziehe mich in diesem Artikel aber vor allem auf das klassische Home-Office in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Fakt ist, dass deine Persönlichkeit und Vorlieben einen großen Einfluss auf deine Art zu arbeiten haben. Es gibt keine pauschalisierten, allgemeingültigen Lösungen.

Home-Office als Arbeitsplatz – Die positiven Seiten von Heimarbeit

Im Folgenden nenne ich einige Vorteile, die mir während der letzten Monate eingefallen sind und beschreibe sie kurz mit meinen eigenen Erfahrungen. Solltest du dir also noch unsicher sein, ob das Home-Office für dich überhaupt als Arbeitsplatz geeignet ist, dann werden dir meine Schilderungen hoffentlich weiterhelfen.

Ungestörtheit und höchste Konzentration Zuhause

Zwar war ich vor meiner Zeit der Heimarbeit eigentlich nur Student, doch konnte ich bereits in einschlägigen Praktika erste Berufserfahrung sammeln. Ich war ein klassischer Nine-to-fiver.

Als Praktikant hat man natürlich kein eigenes Büro, sondern muss sich dieses mit seinem Vorgesetzten oder seinen Kollegen teilen. Diese Art von Büro schafft eine gute Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und Einsamkeit oder Langeweile kommt in einem solchen Büro sehr wahrscheinlich nicht vor.

Vor wenigen Wochen habe ich das Buch Deep Work von Cal Newport gelesen und war sehr angetan von diesem. Ich dachte viel über die Arbeitsweise während meines letzten Praktika und während meiner Bachelorarbeit in einem Büro nach, welches ich mir mit einer Kollegin teilte.

Kaum hatte ich meine Excel Datei geöffnet und wollte einige Daten eintragen, klingelte das Telefon bei meiner Zimmerkollegin.

Wie sollte ich meine Daten korrekt in das komplizierte Excel Sheet eintragen, wenn sich meine Zimmernachbarin gerade mit einem Kollegen aus einer anderen Abteilung über das bevorstehende gemeinsame Mittagessen oder darüber, wie oft ihr Kleiner am Wochenende in die Windel gemacht hat, unterhält?

In den letzten Monaten habe ich diese Phasen höchster Konzentration extrem zu schätzen gelernt und meine Produktivität hat sich ebenfalls enorm erhöht. Tägliche arbeite ich mindestens eine Stunde in einem Zyklus, an dem ich komplett auf Ablenkung verzichte und mich regelrecht in mein Zimmer einschließe.

Ich weiß, dass dies in einer eher extrovertierten Gesellschaft nicht gerne gesehen wird und dass Arbeitnehmer, die auffallen und sich ständig dem Chef präsentieren, tendenziell eher als produktiv arbeitende Mitarbeiter angesehen werden. Einige Aufgaben erfordern jedoch eine Phase ohne Ablenkung und höchster Konzentration.

Flexible Arbeitseinteilung

Mir ist bewusst, dass nicht jede Arbeit im Home-Office automatisch eine flexible Zeiteinteilung oder gar Arbeitseinteilung mit sich bringt. Ein Angestellter im Home-Office hat ganz andere Vorgaben, als ein Solopreneuer, Unternehmer oder Selbstständiger.

Ich möchte auf den Punkt Flexible Arbeitseinteilung trotzdem eingehen, da es in den ersten Monaten meiner Selbstständigkeit sehr schwer war, einen geeigneten Arbeitsrhythmus zu finden. Viele Menschen haben im Alltag extreme Probleme, sich selbst zu motivieren. Diesen Menschen möchte ich davon abraten, blind eigene Projekte mit hohem Risiko zu starten.

Wenn einen niemand zur Arbeit zwingt, der schläft morgens gerne einmal ein paar Stunden länger und fängt vielleicht erst um 12 Uhr mittags mit der Arbeit an.

Mir persönlich macht es mittlerweile enorm viel Spaß, meinen Tag selbstständig einzuteilen. Ich arbeite seit Wochen bereits mehr als 60 oder 70 Stunden die Woche, aber fühle mich wesentlich besser und habe irgendwie auch mehr vom Tag. Ich stehe meist gegen 7 Uhr oder 7:30 Uhr auf und kann auch morgens ins Fitnessstudio fahren, wo es gegen 10 Uhr noch schön leer ist. Abends, wenn die Sonne untergegangen ist fällt es mir wieder enorm leicht, mich an den Schreibtisch zu setzen.

Mein Mittagstief zwischen 13:00 Uhr und 16:00 Uhr hat sich durch eine kleine Umstellung der Ernährung auch stark reduziert, in dieser Zeit erledige ich jedoch normal Arbeiten, die eine geringere Konzentration erfordern.

Flexible Zeiteinteilung ist sicherlich nicht für jeden geeignet aber ich bin fest davon überzeugt, dass jeder durch diese selbstverantwortliche Art der Arbeit seine Produktivität steigern und seinen Output erhöhen kann.

Kurzer Weg zur Arbeit

Aufwachen, Morgenroutine durchziehen, aufstehen, Bett machen, Kaffeemaschine an und ab an den Schreibtisch – so sieht mein Arbeitsweg seit 8 Monaten aus und es ist für mich sicherlich der wichtigste Grund, der für ein Home-Office steht. Wenn ich mir einige Nachbarn anschaue, die teilweise 60 bis 80 Kilometer zur Arbeit fahren müssen, könnte ich mich theoretisch morgens die erste Stunde nach dem Aufstehen zurücklehnen und gemütlich ein Buch lesen.

Da ich bereits ein knappes Jahr täglich 120 Kilometern pendeln musst, weiß ich wie anstrengend und nervig so etwas auf Dauer sein kann. Ich würde mich auf Dauer in meinem Bestreben nach Optimierung von Produktivität und Output bereits bei der Anfahrt gestört fühlen und wohl in Hektik ausbrechen. Selbst wenn ich morgens mal ein paar Minuten verschlafe, spare ich mir durch den entfallenen Weg zur Arbeit viel Zeit.

Home-Office als Arbeitsplatz – Die negativen Seiten von Heimarbeit

Nachdem ich mich jetzt den Vorteilen von eines Arbeitsplatzes im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung gewidmet habe, möchte ich auf die Nachteile von einem Home Office eingehen. Denn leider gibt es nicht nur Vorteile bei dieser Art der Arbeit.

Verschmelzung von Privatsphäre und Arbeitsplatz

Ich hatte bereits öfters darüber geschrieben oder geredet, dass sich Arbeitszeit und Privatleben in Zukunft weiter vermischen werden. Selbst bei einem klassischen 8-Stunden Arbeitstag kommen die Mails, alleine aufgrund von unterschiedlichen Zeitzonen auch in der Nacht. Ich bin jemand, den es in meiner derzeitigen Lebensphase überhaupt nicht stört, wenn ich auch einmal spät am Abend eine geschäftliche E-Mail beantworten muss.

Ein negativer Aspekt im Home-Office, der mir in letzter Zeit immer wieder aufgefallen ist, ist, dass Familienangehörige oder Mitbewohner oftmals wenig Rücksicht auf die Arbeit nehmen und einen immer mal wieder gerne unterbrechen.

Da ich derzeit noch bei meinem Vater im Haus wohne und dieser bereits in Rente ist, sieht er mich ständig als “verfügbar” an, auch wenn ich gerade vor einem wichtigen Projekt sitze und konzentriert arbeiten will.

Es dauert einige Zeit bis man den Leuten klarmacht, dass man zwar physisch anwesend ist, aber eigentlich gerade seine Ruhe haben möchte und am arbeiten ist. Diese kleinen Unterbrechungen können die eigene Produktivität drastisch senken.

Mangelnde Kommunikation

Zwar bin ich, wie bereits in den oberen Abschnitten des Artikels beschrieben, eher ein introvertierter Mensch und kann gut alleine klarkommen, doch habe ich immer wieder festgestellt, dass ich auch sehr unproduktiv werden kann, wenn ich zu lange alleine vor dem Computer sitze. Es scheint so, dass ein paar Nebengeräusche, z.B. ein Vogelzwitschern oder Stimmen von anderen Menschen, mir enorm bei der Arbeit helfen können.

Ich kann problemlos einen ganzen Tag alleine vor dem Computer verbringen, allerdings brauche ich danach unbedingt einen entsprechenden Ausgleich. Deshalb verabrede ich mich gerne auch einmal unter der Woche mit Freunden, organisiere Skype-Calls oder gehe fast jeden Tag zum Sport, wo ich auch immer andere Menschen treffe und mich mit diesen unterhalten kann.

Wie mein Arbeitsplatz im nächsten Jahr aussehen soll

Wie also lautet mein Fazit zu den 8 Monaten im Home-Office? Ich denke aus den oben genannten Aspekten und Erfahrungen dürfte klar geworden sein, dass mir die Arbeit von Zuhause aus gefällt. Ich sehe das ganze als persönliche Weiterentwicklung und mir macht das selbstständige Arbeiten enorm viel Spaß.

Hin und wieder habe ich Tage, an denen ich einfach nur genervt vom ewigen Tippen auf der Tastatur bin und an dem ich sehr gerne mit anderen Kollegen zusammen in einem Raum wäre und mich bei einem Kaffee entspannt unterhalten könnte. Leider gibt es in meiner Heimatstadt keinen wirklichen Coworking Space und auch kein gutes Café, in dem andere Personen arbeiten und mit denen ich mich vernetzen könnte. Unterschied zwischen Groß- und Kleinstadt eben.

Da ich jedoch in nächster Zeit, wenn alle meine Projekte richtig angelaufen sind, mehr reisen und sehr wahrscheinlich auch dauerhaft umziehen möchte, sehe ich diesem Problem relativ entspannt entgegen. Eine Arbeit in einem Büro mit 50 km Anfahrt kann ich mich derzeit überhaupt nicht mehr vorstellen und alleine beim Gedanke daran verliere ich schon die Lust zu arbeiten.

Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, zu mindestens einen Teil vom Jahr in einem festen Büro zu arbeiten. Mit meinem Team werde ich das eigene Office in nächster Zeit auch definitiv angehen. Ich glaube es ist ideal, wenn man einige Tage der Woche im Büro und die anderen im Home-Office verbringt.

Schritt für Schritt: Wie du dir deinen perfekten Tag im Home-Office schaffen kannst

Natürlich möchte ich dich am Ende dieses Artikels noch mit einigen Tipps zum Thema Heimarbeit versorgen. Bitte beachte jedoch, dass diese Tipps auf meinen eigenen Erfahrungen basieren und daher höchstwahrscheinlich nicht für jeden geeignet sind.

1. On- und Off-Phasen etablieren

Wer eigene Projekte von Zuhause aus betreut, der verfällt leicht in den Glauben, dass je mehr Stunden er am PC sitzt, er umso schneller voran kommt. Das ist ein ganz großer Denkfehler, den ich zwar hin und wieder bei mir selbst bemerke, ihn jedoch nicht ganz abstellen kann.

Was mir enorm dabei hilft sind sogenannte On- und Off-Phasen. Ich versuche für einen gewissen Zeitraum sämtliche Ablenkungen aus meinem Zimmer zu verbannen und so produktiv wie möglich zu arbeiten. Danach gönne ich mir eine Erholungsphase in der ich den Computer oft ausschalte und einfach eine Runde lese. Das gleiche versuche ich übrigens auch beim Sport umzusetzen, was mir allerdings nicht immer gelingt.

Diese Phasen erhöhen nicht nur die Produktivität, sondern werden dir auch dabei helfen, Arbeit besser vom Rest abtrennen zu können. Natürliche versuche ich meine On-Phasen durch bestimmte Tools wie Wunderlist oder auch Automations-Tools noch weiter zu verkürzen.

In den meisten On-Phasen bin ich sehr froh, wenn ich alleine im Raum bin. Vielleicht bist du hingegen fokussierter, wenn du eine gewisse Art von Hintergrundrauschen, also wie beispielsweise in einem Café hast. Das wird sich mit der Zeit schon ergeben. Wichtig ist, dass du viele Dinge ausprobierst. Im Sommer setze ich mich beispielsweise auch gerne auf die Terrasse in den Schatten, denn dort bin ich ebenfalls sehr produktiv.

2. Ortswechsel einbauen und den Tag planen

Dieser Tipp kann wirklich Gold Wert sein. Mit der Zeit wirst du ungefähr wissen, zu welchen Zeitpunkten du am Tag besonders fokussiert bist und in welchen nicht. Das gilt übrigens nicht nur für den Arbeitsalltag, sondern auch für andere Dinge wie zum Beispiel Sport.

Danach liegt es daran, dass du Aufgaben, die einen besonderen Fokus erfordern, in jene Zeitabschnitte legst, in denen du dich wach und fit fühlst. Ob du nun “eat that frog” oder etwas anderes machst, kannst du selbst entscheiden. Ich fange morgens manchmal mit der schwersten, manchmal mit der leichtesten Aufgabe an.

Mit der Zeit wird sich ein bestimmtes Muster bei dir ergeben, nach denen du deinen Tag planen kannst. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich mich in der Mittagszeit meistens zurücklehne und dann nachmittags wieder voll konzentriert an die Arbeit gehe.

Ein hilfreicher Tipp ist es ebenfalls, Ortswechsel einzubauen. Ich merke immer wieder, dass ich mich an einem bestimmten Ort nur für eine gewisse Zeit gut konzentrieren kann. Schwindet der Fokus, wechsele ich den Ort, oftmals auch nur für kurze Zeit.

3. Im Team arbeiten

Eigentlich ist dieser letzte Tipp etwas überflüssig aber ich glaube es ist auch einer der wichtigsten überhaupt. Während du deine ersten Projekte im Home-Office gerne alleine durchführen kannst, solltest du dir jedoch nach ein paar Monaten unbedingt ein Team suchen, mit denen du gemeinsam arbeiten kannst. Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass ihr euch alle am gleichen Ort befindet. Es reicht einfach, wenn du hin und wieder Kontakt hast.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der App Slack gemacht, mit der man immerhin virtuell im Dauerkontakt mit anderen Teammitgliedern steht und sich somit austauschen kann. Bist du gerade in einem Motivationstief kannst du die App öffnen und siehst anhand der grünen Kreise, dass andere aus deinem Team ebenfalls gerade am Arbeiten sind. Dies ist enorm hilfreich.

Natürlich kannst du deine ersten Projekte auch komplett alleine aufziehen, allerdings solltest du dir trotzdem Leute suchen, die einen ähnlichen Tagesablauf wie du haben. Das bestärkt einem enorm in dem, was man gerade tut.

Fazit: Arbeiten aus dem Home Office – ja oder nein?

Ich bin von den letzten 8 Monaten sehr angetan und kann es mir definitiv vorstellen, auch in Zukunft meinen digitalen Arbeitsplatz Zuhause zu haben. Die Vorteile von der Arbeit in den eigenen vier Wänden sind für mich so stark, dass die negativen Aspekte verschwinden. Langfristig möchte ich natürlich auch hin und wieder einmal persönlich mit Kunden in Kontakt treten oder auch vor Ort mit anderen Menschen zusammenarbeiten.

Ob ein Home-Office für dich in Frage kommt, musst du letztlich selbst herausfinden und verschiedene Formen ausprobieren. Wie ich bereits am Anfang des Artikels erwähnt habe, spielt auch die eigene Persönlichkeit eine große Rolle.

Persönliche und berufliche Weiterentwicklung durch einen isolierten Arbeitsplatz sogar negativ beeinflusst werden. Dinge wie Empathie, Vermarktung der eigenen Fähigkeiten oder Verkauf sowie die Pflege der Kundenkommunikation erreicht man nicht dadurch, dass man Zuhause sitzt. Dafür werde ich mir in Zukunft entsprechende Möglichkeiten und ich denke auch du solltest das tun.

Kategorie: Online Business
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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Jannik,

ich bin selber Hardcore-Pendler mit ca. 1,5 Stunden einfach. Zum Glück mit der Bahn, wo ich auch noch etwas während dieser Zeit tun kann.
Mache selbst ca. zweimal im Monat Homeoffice und kann dir zu 100% zustimmen. Ich schaffe wahrscheinlich ca. das Doppelte in dieser Zeit als an einem normalen Tag im Großraumbüro. Zudem habe ich fast 3 Stunden mehr Freizeit, da die Fahrzeit entfällt.

Trotz all der Vorteile muss ich zugeben, dass ich nicht jeden Tag von zu Hause arbeiten möchte. Gerade auch den persönlichen Austausch mit den Kollegen und Fachexperten schätze ich ungemein. Vor allem wenn ein gutes Klima untereinander besteht.

Leider ist die Akzeptanz bei vielen Arbeitgebern (wenn man halt nicht selbstständig ist) nicht gegeben. Da kommt dann wieder das Misstrauen der Führungsetage gegenüber seinen Mitarbeitern hoch: “Der macht doch daheim eh nichts!”. In wenigen Fällen muss man ihnen hier auch zustimmen. Ich bin mir sicher, dass es wenige Leute gibt, die diesen Vertrauensvorschuss des Chefs ausnutzen und auf der faulen Haut während ihrer Heimarbeit liegen. Auf der anderen Seite stehen aber sehr, sehr viele Mitarbeiter, die eben die Vorteile eines ungestörten Arbeitens sehen und eher an Produktivität zulegen. Diese müssen’s dann wieder ausbaden, wenn das Thema Homeoffice reduziert oder gestrichen wird.

Gruß
Emanuel

    Danke Emanuel für deinen Kommentar! Da sind wir uns in unseren Meinungen ja ziemlich ähnlich. Ich bin bisher immer nur mit dem Auto gependelt und das war schon recht hart. Mit der Bahn ist es denke ich etwas entspannter aber das hat natürlich auch seine Nachteile. Sollte ich jemals Arbeitgeber sein, setze ich mich auf jeden Fall für das Home Office ein 😉

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